Vidars Horde ist eine Frühmittelalter-Living-History-Gruppe aus dem Rhein-Ruhr-Großgebiet. Grobe Einordnung: Birka/Mälaren (Schweden), ca. a.d. 900. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Holz-, Leder- und Nichteisen-Metallhandwerk sowie textilen Handarbeiten. Die aktuell aktiven Mitglieder unserer beschaulichen Gruppe stellen sich auf dieser Seite kurz vor.

VilhiálmR Messerbrecher Heinreksson

Freier Bauer und Handwerker (Holz, Leder, Textil).

Seine Blutlinie, so wurde ihm von seinem Vater Heinrekr erzählt, reiche in die germanische Welt, wo sein Urgroßvater Freði, seines Zeichens Händler und Reisender, während der Karolingischen Kriege über die Ostsee nach Birka geflohen sei. Dort habe er einen gewissen Wohlstand aufbauen können und in zwei Ehen insgesamt 7 Kinder in die Welt gesetzt. Von einer Handelsreise nach Osten sei er jedoch nie wieder gekommen. Der jüngste Sohn (6. Kind) sei ÞórlæifR “der Unberechenbare” gewesen, welcher mit der gleichermaßen schönen (so sagt man) wie auch nicht minder unberechenbaren GæiRlaug den Hof ihrer Ahnen übernahm, nachdem ihre Vorfahren seit zwei Generationen keine Söhne mehr hervorgebracht hatten. GæiRlaug gebar ÞórlæifR einen einzigen Sohn, Heinrekr. Sein Erbe war der Hof, den nun VilhiálmR und Ása bewohnen.

Von Freðis einstigem Wohlstand hat nur sehr wenig die Generationen überdauert. Heinrekr und später auch VilhiálmR hatten das Glück, mit Handelsleuten aus dem Osten Kontakte pflegen zu können. Bislang aber ist nach wie vor der eigene Ertrag dominierend im Lebensunterhalt. Insbesondere erleichtern weder Kinder noch Sklaven den täglichen Lebensunterhalt, somit bleiben die Arbeiten rund um Haus, Hof und Handel seine eigene Zuständigkeit.


Ása Guðrúnsdottír

Ása, Tochter von Guðrún Halfdansdóttir und Þorlæif Yngvarsson, ist auf der südschwedischen Insel Öland aufgewachsen.

Þorlæif hatte eine große Herde Schafe, die gute Wolle gaben. Gúðrun verarbeitete diese geschickt zu feinen Garnen und Stoffen, welche das Ehepaar verkaufte. Alles, was Ása über die Wollverarbeitung weiß, hat sie von ihrer Mutter gelernt.

Unter den Handelsleuten, die nach Öland reisten, kamen manche aus dem Mälar-Tal. Sie kauften Stoffe ein, die sie später auf dem Markt in Birka verkaufen wollten. Zu ihnen gehörte ein gewisser VilhiálmR Heinreksson. Nachdem er einen Winter am Hof von Guðrún und Þorlæif verbracht hatte, bat er darum, Ása als Frau nehmen zu dürfen. Das Ehepaar gestattete es; als Hochzeitsgeschenk erhielt Ása unter anderem ein Paar öländische Schalenbroschen und einige Ellen Wollstoff.

im Mälar-Tal bezogen sie gemeinsam Heinreks Hof. Aus dem Wollstoff fertigte sich Ása ein Oberkleid an, das der vorherrschenden Mode in Birka entsprach. Wann immer es ihnen möglich ist, verkaufen sie einzelne Produkte auf dem Markt oder gehen mit Vidars Horde auf Reisen.