Die letzten Wikinger Grönlands "Odin, Thor und Freyja - Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich"

Schon auf der Hinfahrt bekamen wir eine Geschmacksprobe dessen, was uns über das Wochenende erwarten sollte: Aprilwetter vom Feinsten. Das einzige, was fehlte, war der Schnee, aber die Hagelkörner kamen schon verdammt nah ran. Doch auch wenn Þor ein wenig launisch zu sein schien - der Markt machte alles wieder gut.

Doch zunächst musste ein Lagerplatz her. Der Wind blies kräftig, sodass die Ausrichtung nicht dem Zufall überlassen werden konnte. Zum Glück konnten wir uns mit einer anderen Gruppe arrangieren. Tatsächlich bildete sich daraus eine in der Darstellung erstaunlich harmonische, angenehme "Zweckgemeinschaft". Und während überall um uns herum die Oseberg-, Sachsen- und andere Zelte aufgebaut wurden, wurde uns schmerzlich bewusst, dass wir mit dem Fertigstellen unserer neuen Marktbleibe ordentlich reinhauen sollten...

An dem Frühjahrsmarkt in Haithabu ist (abgesehen von erwähntem Wetter - aber wir haben uns sagen lassen, im Norden ist das halt so) tatsächlich nichts zu beanstanden gewesen. Die Organisation war super (Dank an die Barkmanns!), die Atmosphäre sehr angenehm und die Darstellungen durchweg auf sehr hohem Niveau. Und ein weiterer Pluspunkt: die derzeit laufende Ausgrabung, die besichtigt werden konnte! Neben einfachen Glasperlen und Mosaikperlen sowie erste rostige Nägel sind ein kleiner Thorshammer aus Blei und weitere, sehr edle Stücke gefunden worden. Da darum gebeten wurde, nichts Gesehenes in irgendeiner Form zu veröffentlichen, sei an dieser Stelle auf die entsprechende Seite des Museums verwiesen. Der Austausch zwischen Archäologen und Darstellern wurde dadurch vereinfacht, dass die drei Grabungs-Studis einen Abend auf dem Markt verbracht und mit uns viel Met und Bier geteilt haben.

Für uns ist klar, dass wir in einem Jahr wieder in Haithabu aufbauen wollen. Bis dahin ist aber noch viel zu tun: Zelt nähen und noch wärmere Kleidung nähen, Wollkämme bauen und und und. Der Markt brachte uns viele Anregungen, wie wir unsere Darstellung noch weiter verbessern können (und zog uns dafür natürlich eine Menge Hacksilber aus der Tasche). Eine Bildergalerie mit unseren persönlichen Eindrücken gibt es natürlich auch.