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Wikingerzeitliche Spinnwirtel konnten aus dem verschiedensten Material bestehen, die meisten waren aber lediglich aus Ton gebrannt. In Haithabu wurde jedoch eine sehr viel teurere und für die Zeit ungewöhnliche Variante ausgegraben: Spinnwirtel aus Glas.

Auf Grundlage der Angaben in den "Glasfunden von Haithabu" fertigte Ann-Cathrin von Sladgis Nordperlen fünf wunderschöne Spinnwirtel an. Der Rosettenwirtel (grün mit weißer Verzierung) und der Schlierenwirtel (dunkel mit weißer und roter Verzierung) werden wegen Vergleichsfunden aus dem 6. Jahrhundert als vorwikingerzeitlich datiert. Die doppelkonischen Wirtel - von denen nur einer gefunden wurde - werden wegen der Ähnlichkeit mit einem häufigen Typ der Tonwirtel als wikingerzeitlich eingeordnet.

Noch liegen sie wie viel zu große Perlen sicher in einer Schachtel. Beizeiten sollen sie aber mit Holzstäben aus Eibe versehen und ausprobiert werden. Vielen Dank an die Glasperlen-Macherin für dieses wunderschöne Werkzeug!